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Tim Brauns, Hendrik Gackstatter und Fax Quintus sind der harte Kern des Designbüros e27. Ihre Produkte basieren auf dem Gedanken des „re-framing“: Altes wird in einen neuen Kontext gesetzt oder Kontexte werden neu definiert. Der letzte Wurf der Berliner ist „re-move“: ein Paar Kufen, die aus dem Designklassiker „3107“ von Arne Jacobsen einen Schaukelstuhl machen.

Hat Ihnen Jacobsens „3107“ denn nicht mehr gefallen?

Im Gegenteil, man beschäftigt sich nur mit Objekten, die gut und interessant sind. Die Kufen sind ein Tuning-Teil, die dem Stuhl neue Aufmerksamkeit verleihen, ihn auffrischen.

Was ist an dem „re-move“ besser als am Original?

Wir sehen unseren Eingriff eher als eine Umfunktionierung, weniger als Verbesserung. Durch die Kufen wird er zum Schaukelstuhl, mit dem man am Esstisch, in der Hotellobby und sogar am Konferenztisch gepflegt schaukeln kann.

 

Darf man sich eigentlich an einem Klassiker vergehen?

Der Reiz, einer Ikone einen Refresh zu verpassen, ist besonders groß. Aber natürlich steckt in einer solchen Unternehmung eine gewisse Frechheit.

Warum soll der „re-move“ in jedes Wohnzimmer?

Der „3107“ mit den Kufen ist gemütlich, ohne rustikal zu sein. Außerdem macht er einfach Spaß. Die Kufen erinnern an Entenfüße. Da nimmt sich der Designklassiker nicht mehr so ernst.

Hat „re-move“ selbst das Zeug zum Klassiker?

Das muss sich zeigen. Es ist auf jeden Fall die höchste Auszeichnung für ein Produkt.

 


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